Scan-to-BIM in Deutschland: Punktwolke zum BIM-Bestandsmodell (As-Built)

Wir verwandeln Punktwolken aus Laserscans in ein prüfbares Bestandsmodell – als Revit-Modell und auf Wunsch als IFC/BCF. LOD/LOI, Modellgrenzen und Abnahme definieren wir vorab, damit Ihr Umbau- oder Sanierungsprojekt planbar bleibt.

Last updated: Deutschlandweit (remote) E57 / RCP / RCS OpenBIM (IFC/BCF) Klare Abnahme
Bestand / Scan-to-BIM Scope • Kostenfaktoren • Workflow ISO 19650-orientiert (prozessual)
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Warum Scan-to-BIM (Bestand)?

Bei Umbauten und Sanierungen entscheidet der Bestand. Ein sauber definiertes As-Built-Modell reduziert Nachträge, beschleunigt Entscheidungen und schafft eine gemeinsame Grundlage für Planung, Koordination und Dokumentation.

Typische Anwendungsfälle

  • Umbau & Sanierung: belastbare Geometrie und klare Modellgrenzen statt Annahmen.
  • Koordination: konsistente Bauteilstruktur, definierte Attribute, Issue-Handling via BCF.
  • Bestandsdokumentation / FM: Grundlage für Flächen, Bauteillisten und digitalen Zwilling (nach Scope).

Mini-Fallvignette (anonymisiert)

Beispielhaftes Szenario aus der Praxis, um Erwartungsmanagement zu erleichtern (kein Referenzprojekt, keine Kundendaten).

Ausgangslage
Altbau mit mehreren Umbauphasen, unvollständige Pläne, punktuelle Schadstellen, hoher Abstimmungsbedarf.
Ziel
Revit-Bestandsmodell (LOD/LOI abgestimmt) + IFC für Koordination, dokumentierte Modellgrenzen je Bauteilgruppe.
Knackpunkt
Uneinheitliche Deckenhöhen, Installationszonen und Durchbrüche – toleranzbasiert modelliert und nachvollziehbar dokumentiert.
Ergebnis
Prüfpfad (Checks/Reports), klare Abnahmekriterien und schnelleres Issue-Closing im Projektteam.
Wichtig: Scan-to-BIM ist nur so gut wie der definierte Scope. Wir machen transparent, was enthalten ist und wo Grenzen liegen.

Deliverables & Formate

Lieferumfang wird als Scope festgeschrieben: Bauteilgruppen, LOD/LOI, Modellstruktur, Attribute, Exportvorgaben und Abnahme.

Baustein Was Sie erhalten Typische Hinweise
Revit-Bestandsmodell As-Built-Modell aus Punktwolke, strukturierte Bauteile, abgestimmte Parameter/Attribute. LOD/LOI nach Use-Case; Grenzen je Bauteilgruppe (z. B. MEP nur als Zonen/Trassen, falls vereinbart).
IFC (optional) IFC-Export nach Vorgabe (Version/MVD), saubere Klassifikation und Mapping. Export-Settings sind entscheidend; wir definieren sie vorab und dokumentieren sie.
BCF (optional) Issues/Abweichungen als BCF-Tickets inkl. Status/Kommentarlog. Ideal für Koordination, Prüfpfad und Nachvollziehbarkeit.
Doku & Prüfpfad Annahmen, Toleranzen, Modellgrenzen, Checklisten/Reports (nach Scope). Reduziert spätere Interpretationskonflikte bei Umbau/Sanierung.
Ableitungen (optional) Ansichten/Pläne/Listen, wenn explizit beauftragt. Lieferformate und Layoutregeln werden projektbezogen abgestimmt.

Dokumentation & Modellgrenzen

Für Bestandsmodelle sind Modellgrenzen keine Schwäche, sondern Qualitätsmerkmal: Wir dokumentieren, wo die Punktwolke keine eindeutige Aussage zulässt (Sichtschatten, verdeckte Bauteile), und welche Annahmen im Modell bewusst getroffen wurden.

  • Annahmenliste: nachvollziehbar und prüfbar, pro Bereich/Bauteilgruppe.
  • Toleranzregeln: abgestimmt nach Zweck (Koordination vs. Ausführung).
  • Abnahmekriterien: messbar (z. B. Struktur, Attribute, definierte Checks).

Ablauf in 5 Schritten

Ein schlanker, wiederholbarer Prozess – mit klaren Zwischenständen, Checks und Abnahme.

1

Briefing & Scope

Use-Cases, LOD/LOI, Bauteilgruppen, Modellgrenzen, Outputs (RVT/IFC/BCF), Abnahme.

2

Daten & Koordinaten

Punktwolke (E57/RCP/RCS), Referenzen, Koordinatensystem/Georeferenzierung, vorhandene Pläne/Modelle.

3

Modellierung

Bestandsmodellierung nach Regeln; Änderungen werden nachvollziehbar dokumentiert.

4

Qualitätschecks

Struktur/Attribute, Plausibilität, vereinbarte Prüfregeln; Reports/Checklisten nach Scope.

5

Übergabe & Abnahme

Lieferpaket (RVT/IFC/BCF), Doku, Abnahme anhand definierter Kriterien.

Qualität, Toleranzen & Abnahme

Scan-to-BIM wird dann “gut”, wenn Qualität messbar ist. Daher arbeiten wir mit Regeln, Prüfpfad und dokumentierten Ergebnissen statt Bauchgefühl.

Prüfpfad (Beispiele)

  1. Struktur: Naming, Ebenen, Kategorien, Modellhierarchie, vereinbarte Parameter.
  2. Geometrie-Plausibilität: lokale Checks je Bauteilgruppe (z. B. Wände/Decken/Öffnungen).
  3. Koordinaten: Referenzpunkte, Ausrichtung, definierte Projektbasis.
  4. OpenBIM (optional): IFC-Export-Setup, Mapping, Validierung, BCF-Issues.

Regeln für Abnahme (prüfbar)

Abnahme ist kein “Gefühl”, sondern ein vereinbarter Kriterienkatalog.

  • Scope-Konformität: vereinbarte Bauteilgruppen/LOD/LOI vollständig, Ausnahmen dokumentiert.
  • Transparenz: Annahmen & Modellgrenzen sind klar beschrieben (wo Punktwolke unklar ist).
  • Qualitätsnachweis: Checklisten/Reports sind reproduzierbar und versioniert.
Hinweis: Genauigkeit/Toleranz hängt u. a. von Scanqualität, Dichte und Sichtschatten ab. Wir vermeiden pauschale Versprechen und vereinbaren toleranzbasierte Regeln pro Use-Case.

Kostenfaktoren (ohne Lockpreise)

Ein seriöses Angebot basiert auf Scope, Datenlage und Abnahmekriterien. Typische Aufwandstreiber:

  • Objektkomplexität: viele Durchbrüche/Installationen/Schrägen erhöhen Modellierungsaufwand.
  • Scanqualität: Dichte, Rauschen, verdeckte Bereiche, Segmentierung der Punktwolke.
  • LOD/LOI: Detailgrad und Informationsanforderungen je Bauteilgruppe.
  • Koordinaten/Referenzen: definierte Projektbasis beschleunigt die Ausrichtung.
  • Outputs: RVT vs. zusätzlich IFC/BCF/Reports/Pläne – abhängig von Projektziel.

Wenn Sie nur einen Startpunkt haben: senden Sie Projektziel, Punktwolkenformat, grobe Flächen/Volumenordnung und gewünschte Outputs. Den Rest klären wir strukturiert (Scope & Abnahme).

Was wir vom Auftraggeber benötigen

Je klarer die Eingaben, desto effizienter wird Scan-to-BIM – und desto weniger Iterationen entstehen.

Mindest-Input

  • Projekttyp (Hochbau/Industrie/Infrastruktur) und Ziel (Umbau, Koordination, Dokumentation, FM).
  • Punktwolke (z. B. E57/RCP/RCS) + Info zur Referenz/Ausrichtung (wenn vorhanden).
  • Wunsch-Outputs: RVT, optional IFC/BCF, optional Reports/Listen.
  • Termine, Kommunikationsweg (CDE/Cloud, Meetings), Abnahmelogik.

Hilfreich (“Nice-to-have”)

Vorhandene Pläne/Modelle
DWG/PDF/IFC/RVT als Orientierung (wenn verfügbar, nicht zwingend).
Klassifikation/Attribute
Pflichtattribute, Namenskonventionen, Bauteilgruppenpriorität.
Koordinatensystem
Projektbasis, Referenzpunkte, Georeferenzierungsanforderungen.
Abnahmekriterien
Checkliste/Regeln, welche Tests als “Bestanden” gelten sollen.

FAQ

Welche Punktwolkenformate können Sie verarbeiten?

Typisch sind E57 sowie ReCap-Formate (RCP/RCS). Wenn Sie unsicher sind, senden Sie kurz die Dateiliste/Export-Info – wir bestätigen das passende Setup für die Modellierung.

Wie legen wir LOD/LOI und Modellgrenzen für das Bestandsmodell fest?

Wir definieren zuerst Use-Cases (z. B. Umbau/Sanierung, Koordination, FM), danach LOD/LOI, relevante Bauteilgruppen und explizite Grenzen (was wird nicht modelliert). Das wird dokumentiert und als Abnahmekriterium genutzt.

Liefern Sie auch IFC und BCF (OpenBIM)?

Ja. Je nach Vorgabe liefern wir RVT sowie IFC (Version/MVD nach Anforderung) und BCF für Issue-Management. Übergabe erfolgt als abgestimmtes Paket oder über ein CDE/Cloud.

Welche Genauigkeit/Toleranz ist beim Scan-to-BIM realistisch?

Das hängt von Scanqualität, Dichte, Sichtachsen, Objektkomplexität und gewünschtem Detailgrad ab. Wir vereinbaren toleranzbasierte Regeln je Bauteilgruppe und dokumentieren Annahmen im Prüfpfad.

Wie schnell können Sie starten und wie läuft die Zusammenarbeit ab?

Nach Briefing, Datenzugang und Abnahmekriterien ist ein kurzfristiger Start möglich. Zusammenarbeit erfolgt meist remote (Meetings, CDE/Cloud, BCF-Tickets) – deutschlandweit, inkl. Abstimmung zu Bundesländern/Standorten.

Was brauchen Sie für ein belastbares Angebot?

Kurz reichen: Projekttyp, Ziel/Use-Cases, gewünschtes LOD/LOI, vorhandene Daten (Punktwolke + Pläne/IFC/RVT), Koordinaten/Referenz, gewünschte Outputs (RVT/IFC/BCF) sowie Terminrahmen. Danach definieren wir Scope und Abnahme.

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