BIM Ausführungsplanung & Werkplanung (LPH 5) – modellbasiert

Für die Ausführung zählen Detailtiefe, Konsistenz und eine prüfbare Übergabe. Wir unterstützen mit modellbasierter Werkplanung, Ableitungen und dokumentierten QA-Schleifen.

Deutschlandweit Revit / Tekla OpenBIM (IFC/BCF) Abnahmefähig dokumentiert
Stand: LPH 5 / Werkplanung ISO 19650-orientiert
Hinweis: Umfang, LOD/LOI und Lieferformate werden vor Start eindeutig definiert (Scope + Abnahmekriterien). Das reduziert Nachträge und beschleunigt die Ausführung.

Warum BIM in der Ausführungsplanung (LPH 5) entscheidend ist

In LPH 5 wird aus Planung Ausführung. BIM hilft, Details zu konsolidieren, Ableitungen zu stabilisieren und eine nachvollziehbare Abnahme vorzubereiten.

Drei typische Risiken (und wie wir sie absichern)

1) Uneinheitliche Detailierung
Wir definieren LOD/LOI, Modellregeln und Grenzen des Scopes – damit alle Beteiligten dieselbe Erwartung haben.
2) “Stille” Kollisionen und Inkonsistenzen
Wiederholbare Model Checks und dokumentierte Prüfergebnisse reduzieren späte Überraschungen.
3) Unklare Übergabe / Abnahme
Übergabepaket + Checkliste: klarer Status (BCF), nachvollziehbare Abnahme, weniger Nacharbeit.

Ergebnisorientiert: Abnahme, Nachweise, Übergabepaket

  • Scope, Annahmen, Toleranzen sind explizit dokumentiert.
  • Prüfnachweise (Model Checks / Reports) sind nachvollziehbar.
  • Lieferpaket ist strukturiert (IFC/BCF/Native – nach Vorgabe).
  • Ableitungen erfolgen nur in abgestimmtem Umfang (keine “impliziten” Erwartungen).
Praxistipp: Je früher Abnahmekriterien feststehen, desto schneller wird LPH 5 – weil Diskussionen über “richtig/falsch” entfallen.

Leistungspakete für Werkplanung & Ausführung

Statt “alles irgendwie” arbeiten wir mit modularen Paketen. So erhalten Sie ein Angebot, das zu Projektziel, Terminlage und Datenstand passt.

Paket A

Modell & Attribute (LOD/LOI)

Detailierung nach vereinbartem LOD/LOI, Modellstruktur, Naming, Pflichtattribute – passend zum Use-Case.

  • Regeln & Modellhandbuch (kurz, praktikabel)
  • Koordinaten / Referenzen nach Vorgabe
  • Dokumentierte Annahmen & Grenzen
Paket B

Ableitungen (Pläne/Listen)

Ableitungen sind Ergebnis, nicht Nebenprodukt: nur das, was für Ausführung/Produktion definiert wurde.

  • Pläne/Schnitte (soweit vereinbart)
  • Listen/Reports (Mengen/Attribute)
  • Einheitliche Layout- und Benennungslogik
Paket C

QA / Model Checks & Nachweise

Wiederholbare Prüfungen mit dokumentierten Ergebnissen – damit Entscheidungen faktenbasiert werden.

  • Struktur-/Attributprüfungen
  • Konsistenzchecks, Statuslisten
  • Abnahme-Checkliste & Reports
Paket D

Übergabe (IFC/BCF/Native)

Strukturierte Übergabe inklusive Dokumentation, damit die nächste Station (Bau/Produktion/Koordination) ohne Reibungsverluste weiterarbeiten kann.

  • IFC (Version/MVD nach Vorgabe)
  • BCF Issues (Status, Verantwortliche, Kommentare)
  • Native Daten (RVT/TEKLA) wenn vereinbart
  • Übergabeprotokoll (Inhalt, Versionen, Stand)
  • Prüfnachweise / Reports
  • Abnahme anhand definierter Kriterien
Für eine belastbare Kalkulation definieren wir gemeinsam: Ziel (Ausführung / Fertigung / Koordination), LOD/LOI, Austauschformate, Liefertermine und Abnahmekriterien.

Deliverables & Formate (Beispielpaket)

Die konkreten Liefergegenstände hängen von Projektziel und Datenlage ab. Die folgende Übersicht zeigt ein typisches, prüfbares Paket für LPH 5.

Liefergegenstände im Überblick

Liefergegenstand Wozu? Format (Beispiel)
Modellstand LPH 5 inkl. Regeln/Attribute Ausführungssichere Detailtiefe, konsistente Datenbasis RVT / TEKLA (wenn vereinbart), plus Dokumentation
OpenBIM Austausch Koordination, Übergabe an Dritte, langfristige Nachnutzung IFC (nach Version/MVD-Vorgabe)
Issue-Management Nachvollziehbare Klärungen, klare Verantwortlichkeiten BCF (Tickets/Issues)
Prüfberichte Belegbare Modellqualität, schnelle Review-Zyklen Report/Listen (nach Abstimmung)
Ableitungen (soweit vereinbart) Planstände/Listen für Ausführung oder Produktion PDF/DWG/Listen (nach Scope)
Wichtig: Ableitungen (Pläne/Listen) sind nur dann “sauber”, wenn Scope + Standards vorher feststehen. Genau darauf zielt unser Vorgehen ab.

Qualitätssicherung in der Praxis

Qualität ist kein Gefühl, sondern ein Prüfpfad. Wir arbeiten mit klaren Regeln, wiederholbaren Checks und dokumentierten Ergebnissen.

Prüfpfad & Dokumentation

  • Regeln: Naming, Struktur, Pflichtattribute, Toleranzen.
  • Checks: Struktur-/Attributprüfung, Konsistenz, definierte Validierungen.
  • Nachweise: Reports + Abnahmecheckliste (projektabhängig).
Ergebnis: Entscheidungen werden schneller, weil der “Ist-Stand” jederzeit belegbar ist.

BCF-Issue-Loop (klarer Status)

  1. Issue erfassen: Kontext, Screenshot/Ansicht, Status.
  2. Zuweisen: Verantwortliche + Termin (wenn vorgegeben).
  3. Bearbeiten: Änderung im Modell, Kommentar im Ticket.
  4. Prüfen: Statuswechsel, dokumentierter Abschluss.
Besonders wirksam bei remote Projekten in Deutschland: saubere Tickets statt endloser Chat-Threads.

Was wir vom Auftraggeber benötigen

Je präziser die Eingaben, desto schneller und günstiger die Umsetzung. Ein kurzes, strukturiertes Briefing genügt.

Kurzliste

  • Objekttyp (Hochbau/Industrie/Infrastruktur/Bestand) und Ziel in LPH 5.
  • Vorhandene Daten: RVT/IFC/DWG/PDF/TEKLA; Koordinaten/Referenzen.
  • Gewünschte Outputs: IFC/BCF, Pläne/Listen (nur definierter Umfang).
  • Standards: LOD/LOI, Naming, Pflichtattribute, Klassifikation (falls vorhanden).
  • Termine und Kommunikationsweg (CDE/Cloud, Meetings, BCF-Workflow).

Kurzbriefing (zum Kopieren)

Sie können den folgenden Text in die Anfrage kopieren:

Anfrage senden

Keine Sorge, wenn nicht alles vorliegt: wir definieren fehlende Punkte pragmatisch “depends on project/location” – aber sauber dokumentiert.

Aufwand & Kosten: wovon die Kalkulation abhängt

In LPH 5 variieren Aufwand und Lieferumfang stark. Deshalb kalkulieren wir entlang messbarer Parameter statt pauschaler Annahmen.

  • Datenstand: Qualität/Komplettheit der Inputs (RVT/IFC/DWG/PDF/TEKLA).
  • LOD/LOI: gewünschte Detailtiefe und Informationsgrad.
  • Disziplinen: AR/TGA/Tragwerk, Schnittstellen und Abhängigkeiten.
  • Outputs: IFC/BCF/Native, Pläne/Listen (definierter Umfang).
  • Terminlage: Iterationszyklen, Review-Frequenz, Deadlines.
  • Standards: Naming, Attribute, Klassifikation, Koordinaten.
  • QA-Level: gewünschte Prüftiefe + Reportumfang.
  • Abnahme: Kriterien, Toleranzen, Verantwortlichkeiten.

Passende Leistungen

Diese Services werden häufig gemeinsam beauftragt.

Empfohlen

Revit BIM-Modellierung Architektur

Revit BIM Modellierung für Architektur: LOD 200–400, Familien/BIM Content, IFC-Export, Pläne & Mengen. Für Koordination und Projektabgabe.

Empfohlen

Tekla Structures: Stahlbau-Modellierung & Werkstattplanung

Tekla Stahlbau: ausführungsreife Modelle, Detailierung, Fertigungszeichnungen, Listen, DSTV/CNC-Daten, IFC-Schnittstellen.

Empfohlen

BIM-Koordination, Kollisionsprüfung, BCF-Issue-Management

Koordinationsmodell, Clash Detection, BCF-Workflow, Protokolle & Modellprüfberichte. ACC/BIM 360, Navisworks/Revizto möglich.

FAQ

Was umfasst BIM-Ausführungsplanung (LPH 5) in der Praxis?

Typisch sind: modellbasierte Detailierung nach definiertem LOD/LOI, prüfbare Modellregeln (Naming/Attribute), abgestimmte Ableitungen (Pläne/Listen – soweit vereinbart), dokumentierte Model Checks sowie ein Übergabepaket inklusive Abnahmekriterien.

Welche Daten benötigen Sie, um den Aufwand belastbar zu kalkulieren?

Kurz reichen: Projekttyp, gewünschte Leistungsabgrenzung, vorhandene Daten (RVT/IFC/DWG/PDF/TEKLA), Ziel-Outputs (IFC/BCF, Pläne, Listen), Terminrahmen sowie Vorgaben zu Standards (z. B. Attribute, Koordinaten, CDE-Zugang).

Liefern Sie IFC/BCF und arbeiten Sie OpenBIM-fähig?

Ja. Je nach Vorgabe liefern wir IFC (Version/MVD nach Projektstandard) und BCF für Issues. Übergaben erfolgen als strukturiertes Paket über CDE/Cloud oder als abgestimmte Datenlieferung.

Wie sichern Sie Modellqualität und Nachvollziehbarkeit ab?

Über klare Regeln (Struktur, Naming, Pflichtattribute), wiederholbare Model Checks, definierte Toleranzen sowie Prüfnachweise. Änderungen und Annahmen werden dokumentiert; Abnahme erfolgt anhand vorher vereinbarter Kriterien.

Ist die Leistung deutschlandweit und remote möglich?

Ja. Die Leistungserbringung erfolgt typischerweise remote. Abstimmungen laufen über Meetings und BCF-Issue-Workflows; Daten werden über CDE/Cloud bereitgestellt. Bei Bedarf sind Vor-Ort-Termine projektabhängig möglich.